Feb 22

Heute Mittag war es in diversen Medien zu lesen und zu hören: Der KEC steht (mal wieder) vor dem finanziellen Aus und benötigt jetzt schon 500.000 Euro um diese Saison zu überstehen, andernfalls muss ein Insolvenzantrag gestellt werden. Nun, diese Nachricht schockte mich als Fan natürlich ziemlich.

Etwas später am Nachmittag war dann auf der Haie Webseite ein Statement zum Thema zu lesen:

Aus aktuellem Anlass möchten die Kölner Haie über die momentane Situation beim KEC informieren:

Die Kölner Haie befinden sich aktuell in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Phase. Die Geschäftsführung sowie die Sport Holding Cologne GmbH (SHC) als Gesellschafterin arbeiten mit Hochdruck an Lösungen für diese finanziellen Schwierigkeiten.

Umsatzrückgänge in den letzten Monaten im Bereich Ticketing, Merchandising, Hospitality und Sponsoring bedrohen die Liquidität des KEC. Kurzfristig geht es darum, die Zahlungsfähigkeit der Haie zu sichern.

Sollte sich in naher Zukunft eine neue Faktenlage ergeben, werden die Haie darüber über ihre Homepage informieren.

Zum Hintergrund: Durch das enorme Engagement des damaligen Allein-Gesellschafters Heinz Hermann Göttsch, war es den Haien in den letzten Jahren möglich, trotz nachteiliger Rahmenbedingungen, den KEC sportlich auf höchstem Level in der DEL zu halten. Schritt für Schritt schaffte es der KEC, die Zuschüsse Herrn Göttschs herunter zu fahren, ohne dabei sportlich einzubrechen. Zur Saison 2007/2008 (Finaleinzug) konnte erstmals ein Gewinn erwirtschaftet werden. Die Wirtschaftskrise, verbunden mit dem sportlichen Misserfolg 2008/2009, zwang den KEC zur Umstrukturierung in der Gesellschafterstruktur.

Später am Nachmittag war dann ein Statement vom KEC Geschäftsführer Thomas Eichin im Radio zu hören. Die Lage hört sich so natürlich dramatisch an. Auch ein Eishockey-Verein ist ein Unternehmen und muss funktionieren. Funktionieren einige Teile nicht, erwirtschaftet man keinen Gewinn und im schlimmeren Fall sogar Verlust, was dann dazu führt, dass man Insolvenz anmelden muss. Ich hoffe, dass sich jemand findet, der dem KEC beistehen kann und die nötigen finanziellen Mittel ein weiteres Mal bereitstellen kann, denn Köln ohne Eishockey, das geht gar nicht! Desweiteren sollte sich das Management die Fehler in sportlicher und finanzieller Sicht genau ansehen und (personelle) Konsequenzen daraus ziehen. Es kann meiner Meinung nach nicht sein, dass jedes Jahr die komplette Mannschaft umgekrempelt wird und dann aufgrund der sportlichen Situation wieder ein neuer Trainer her muss. Da müssen Konstanten hin und das nicht nur in Form von einer Hand voll Spielern!!

Was mich aber ein wenig auf die Palme bringt, ist die Reaktion der Stadt Köln: Management Fehler, Wirtschaftskriese sind ja gut und schön (oder auch nicht), aber es kann doch nicht angehen, dass man dem Verein nur “Hilfe bei der Suche nach Investoren” zusagt? Der KEC ist eine Marke in Köln und steht für diese Stadt! Wieso nimmt sich die Stadt nicht ein Herz und gibt sich ein wenig Mühe und investiert kurzzeitig in diesen Verein? Für den Pfusch am Bau der U-Bahn war ja genug Geld da und wer weiß was da sonst noch alles gelaufen ist. Das ist etwas, was mir absolut nicht in den Kopf will und ich hoffe, dass sich da vielleicht noch etwas tut? Am 19.03. bin ich zum Haimspiel vor Ort und werde meinen Verein auf jeden Fall unterstützen, leider kann ich das aufgrund der Entfernung nicht so oft vor Ort tun..

Auf geht’s Haie, jetzt ist das Management gefordert mehr denn je! Es müssen Lösungen her, lasst den KEC nicht sterben und erhalten der Stadt und den Fans ihren Lieblingseishockeyverein.

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written by Alexander \\ tags: , , ,


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